Karl-Heinz Halder

Karl-Heinz Halder, geboren im badischen Leutershausen, studierte von 1970 bis 1974 Trompete an der Hochschule für Musik in Berlin bei Prof. Fritz Wesenigk, dem ehemaligen Solotrompeter der Berliner Philharmoniker, und setzte seine Studien bei Prof. Pierre Thibaud in Paris fort.

Sein erstes Engagement erhielt er beim Radio-Sinfonieorchester Berlin (heute Deutsches Sinfonieorchester Berlin). Danach wechselte er als Solotrompeter in das Orchester des Mannheimer Nationaltheaters. Unter Sergiu Celibidache wurde Karl-Heinz Halder 1976 als Solotrompeter des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR verpflichtet und behielt diese Position bis 2001 inne.

Schon während des Studiums beschäftigte sich Halder mit historischer Aufführungspraxis und seit 1985 wirkt er als Erster Trompeter der renommierten Cappella Coloniensis, wo er mit Spezialisten für Barockmusik wie Joshua Rifkin, Reinhard Goebel und Sigiswald Kuijken zusammenarbeitet. Darüber hinaus rief er verschiedene Ensembles ins Leben mit dem Ziel, der sehr unterschiedlich und zum Teil auch ungewöhnlich besetzten Kammer- und Ensemblemusik des 17. und 18. Jahrhunderts Gehör zu verschaffen.

Ein weiteres Betätigungsfeld des Trompeters war von jeher die Beschäftigung mit Blastechnik und Blasmethodik, wobei die Begegnung mit Professor Malte Burba entscheidende Impulse vermittelte. - Halder wurde selbst zum gefragten Gastprofessor u.a. an der Toho Music School in Tokio. Für Nachwuchskünstler gibt er regelmäßig Kurse, z. B. in der Landesakademie Ochsenhausen und in Weikersheim.

Karl-Heinz Halder geht einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland nach. Konzertreisen führten ihn durch Europa, die USA, Japan, Australien, Südafrika und nach Hongkong.